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Über Mich
Am 20.10.05 haben wir von "Dolphin-aid" und in Einverständnis mit der Familie Meyer, die Patenschaft für Timo übertragen bekommen.Timo ist ein fröhlicher Junge von 10 Jahren.Als wir jedoch seine Krankengeschichte hörten, waren wir sehr tief berührt.
Lesen Sie hier die Geschichte von Timo,die seine Eltern uns geschickt haben.
Timo ist am 11.06.1995 im St.Vinzenz-Hospital Köln geboren. Die Geburt verlief normal. Timo war jedoch von Geburt an ein recht unruhiges Kind, schlief schlecht und trank bzw. aß auch schlecht. Nach einigen Wochen entwickelte er eine starke Vorzugshaltung nach rechts. Daraufhin erhielt er krankengymnastische Behandlung nach Voijta. Diese wurde auch Zuhause durchgeführt. Die familiäre Belastung bei dieser Form der Krankengymnastik ist sehr gross, da das Kind sich in der Regel gegen die Behandlung wehrt. Daher stiegen wir nach einiger Zeit auf die Behandlung nach Bobath um.
Anfang November 1995 erhielt Timo eine Keuchustenimpfung. Diese Impfung löste Krampfanfälle aus, die zu einem mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt in der Kinderklinik der Stadt Köln (Amsterdamerstr.) führte. Während dieses Aufenthaltes wurde ein sogenanntes "West-Syndrom " diagnostiziert. Ein West-Syndrom ist die Umschreibung für eine nicht näher definierte geistige wie körperliche Behinderung. Weitere diagnostische Massnahmen erfolgten u.a. in der auf Stoffwechselerkrankungen spezialisierten Uni-Klinik Göttingen und bei verschiedenen anderen Spezialisten.
Eine Ursache für Timos Behinderung konnte jedoch nicht festgestellt werden. Ein Impfschaden wurde nicht anerkannt. Eine hirnorganische Grunderkrankung seit Geburt ist wahrscheinlich.
Heute ist Timo 10 Jahre alt. Er sitzt im Rollstuhl, kann sich nicht selbständig fortbewegen. Auf dem Boden liegend, robbt und schiebt er sich vor-und seitwärts. Er kann seit einiger Zeit selbständig eine gewisse Zeit sitzen. Auch übernimmt er mit seinen Beinen eigenes Gewicht und kann mit Unterstützung stehen. Timo ist stark sehbehindert und kann nicht sprechen. Er kann sich jedoch für sein Umfeld mit Lauten artikulieren. Leider neigt er zu recht heftiger Selbststimulation, die sich in Schlägen auf Kinn und Nase äussern. Timo muss gefüttert werden, ist inkontinent und braucht in allen Lebenslagen Unterstützung.
Timo besucht die Schule für Geistigbehinderte in Köln Vogelsang. Er ist dort im Rahmen eines integrativen Modells mit seiner Klasse in der örtlichen Gemeinschaftsgrundschule untergebracht.
Timo ist sehr gerne im Wasser und hört gerne Musik. Er rauft gerne mit Papa und seinem Bruder und lässt sich von Mama gerne massieren.
Wir , die Familie Meyer, das sind außer Timo noch Andre, Ellen und Bernd.
Andre ist 13 Jahre und damit der ältere Bruder. Er besucht die 7.Klasse einer Kölner Realschule, treibt gerne Sport in Form von Karate und sitzt auch gerne vor dem Computer, wie wohl alle seiner Altersgenossen. Das Verhältniss zu seinem Bruder ist sehr gut und gestaltet sich trotz der familiären Situation als unproblematisch.
Ellen ist gelernte Erzieherin, 42 Jahre alt, fährt gerne Inlineskate und ist auch sonst sportlich. Ansonsten fällt ihr der Job als "Mutter und Hausfrau" zu. Timos Therapien außerhalb der Schulzeit und Andres sportliche Aktivitäten nehmen sie daneben voll in Anspruch. Bernd (41 Jahre) arbeitet als Sozialversicherungsfachangestellter bei einer grossen Krankenkasse und hat als Hobbies Fussball (mehr passiv) und Lesen.
Wir wohnen in Köln-Seeberg, unternehmen gerne etwas gemeinsam, und fahren im Urlaub gerne nach Holland.
Von der geplanten Delfintherapie versprechen wir uns für Timo vor allem eine grössere Selbstwahrnehmung, sowie eine Verbesserung der Feinmotorik. Auch hoffen wir, dass die zum Teil selbstverletzende Stimulation kanalisiert werden kann. Ein Wunder wird es nicht geben, aber die Delfintherapie soll ein weiterer kleiner Schritt sein und die seit langem kontinuierlich durchgeführten Therapien Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie und Atlastherapie ergänzen. Wir erhoffen uns neue Denkansätze und Aspekte auch für diese klassischen Formen der Therapie.
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